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Exfoliativer kutaner Lupus erythematosus

Lucy im Sommer 2014:  Der Lupus erythematosus ist eine sehr seltene Autoimmunerkrankung. Das heißt, das Immunsystem arbeitet nicht gegen "Eindringlinge" (Bakterien, Viren) von außen, sondern gegen eigene Körperzellen. Diese Krankheit kann nicht geheilt werden und an die Besitzer von Lucy wurde von vielen Seiten herangetragen, das Tier doch einschläfern zu lassen. Lucys Haut war gerötet und entzündet, sie litt unter starkem Juckreiz, ging aber nicht lahm und wirkte trotz allem fröhlich und lebenslustig. Die Besitzer wollten alles versuchen, ihr noch eine möglichst schöne und lange Lebenszeit zu verschaffen. Zu Beginn versuchten wir es mit Cremes (u.a.  auch ein starker Sonnenschutz), aber das Auftragen  wurde als sehr unangenehmn empfunden.  Lucy durfte also nicht mehr in die pralle Sonne. Zur Milderung der Symptome wurden Prednisolon und Antbibiotika (gegen sekundäre bakterielle Hautinfektionen) in Tablettenform verabreicht. Später bekam Lucy Ciclosporin. Das Krankheitsbild besserte sich etwas, aber nicht anhaltend. Die Besitzer wiesen uns auf die Untersuchungen von Elizabeth A. Mauldin, Daniel O. Morris, Dorothy Brown and Margret L-. Casal ( Exfoliative cutaneous lupus erythematosus in German shorthaired pointer dogs..." in Veterinary Development,  21, 373- 382) hin. Daraufhin bekam Lucy Hydroxychloroquin. Das Prednisolon konnte abgesetzt werden. Lucy geht es jetzt sehr viel besser, sie leidet nicht mehr unter Juckreiz, die Hautinfektionen können "in Schach" gehalten werden. sie braucht keine Halskrause und sieht jetzt so aus.


         

 

 

Lucy im August 2015

 

 

Fliegenmyasis

                    

 

(An Durchfall) erkrankte und sehr alte oder fettleibige Hauskaninchen können bisweilen ihre Afterregion nicht sauber halten. Kot bleibt kleben und sammelt sich in den Perianaltaschen.

Bestimmte Fliegenarten (Calliphora spp und Sarcophaga spp) nutzen die Gelegenheit und legen ihre Eier in die Kotballen.

Binnen weniger Stunden schlüpfen daraus Maden. Diese  Maden sind in der Lage, mittels eines bestimmten Enzyms die Haut des Kaninchens zu durchbohren und sich praktisch in das Innere des Tieres zu fressen.

Bleibt der Befall mit Maden längere Zeit (1-2 Tage) unbemerkt, kann auch der Tierarzt nicht mehr helfen. Das Kaninchen muss eingeschläfert werden.

Sind die Maden noch klein (unter 1 cm Körperlänge), werden sie sorgsam mit der Pinzette abgelesen und die meist schon teilweise angefressenen Hautpartien desinfiziert und mit Wundcreme versorgt. Wenn es dann noch tiermedizinisch weiterversorgt wird, hat Ihr Kaninchen gute Überlebenschancen!

Daher bitten wir Sie,  im Sommer Ihrem Kaninchen jeden Abend unter´s Schwänzchen zu schauen und es notfalls mit warmem Wasser in der Afterregion sauber zu waschen.